Warum Kraftmessungen?

Kraft ist einer der besten objektiven Marker für Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Reha-Fortschritt. Durch Kraftmessungen lassen sich Veränderungen schwarz auf weiß sichtbar machen – unabhängig vom Bauchgefühl. Das hilft, Training gezielt zu steuern, Überlastungen zu vermeiden und den Zeitpunkt für den Return-to-Activity bzw. Return-to-Sports fundiert zu planen.

Was wird gemessen?

Ich nutze ein digitales Muskel-Dynamometer (Meloq), um je nach Region standardisierte Tests durchzuführen, z. B. für Knie, Hüfte, Schulter, Rumpf. Typische Kennzahlen:

  • Spitzenkraft (Peak Force) – die höchste erzeugte Kraft in einem Test.

  • Seitenverhältnis / Symmetrie – Vergleich rechts vs. links zur Erkennung von Dysbalancen.

  • Kraftausdauer – wie lange eine Zielkraft gehalten bzw. über einen Zeitraum Leistung erbracht werden kann.

  • Verlauf – wiederholte Tests zeigen Fortschritt und Trainingswirkung.

Schwerpunkt Diagnostik: Dysbalancen

Ich suche gezielt nach seitigen oder muskulären Ungleichgewichten. Deutliche Dysbalancen erhöhen das Risiko für Überlastungen und erneute Verletzungen. Denn grade nach Verletzungen sind, neben Schmerzstatus, Beweglichkeit, Funktionstests und der Anforderung deiner Sportart, ausgeglichene Kraftverhältnisse ein wichtiger Indikator für Freigaben:

  • Return-to-Activity (Alltag/Job/Training)
  • Return-to-Sports (volle Sportfreigabe, sportartspezifisch)

Spitzenkraft vs. Kraftausdauer

Spitzenkraft

Maximal- oder isometrische Peak-Kraft
Zeigt, wie viel Kraft du „auf einen Schlag“ verfügbar hast – relevant für Beschleunigen, Abbremsen, Stabilisieren. Besonders wichtig nach Verletzungen/OPs, um Defizite klar zu quantifizieren.

Kraftausdauer

Beschreibt, wie lange du Leistung halten kannst. Entscheidend für Alltag (z. B. Rückenstabilität über den Tag) und Sport (z. B. wiederholte Antritte, Haltearbeit).
Beides gehört in einen guten Reha-/Trainingsplan: Spitzenkraft schafft das Leistungsniveau, Kraftausdauer sichert die Belastbarkeit über die Zeit.

Wie oft testen?

  • Reha/Return-Phase: alle 2–4 Wochen, um Fortschritt und Freigabe-Kriterien zu objektivieren.
  • Training/Prävention: alle 6–12 Wochen zur Steuerung von Progression und zur frühzeitigen Erk

Für wen eignet sich die Meloq Kraftmessung?

  • Nach Verletzungen/Operationen (z. B. Knie, Schulter, Sprunggelenk)
  • Bei wiederkehrenden Beschwerden (z. B. Rücken/ISG, Patella-/Achillessehne)
  • Für Athlet:innen, die Training evidenzbasiert steuern möchten
  • Für alle, die objektiv sehen wollen, wo sie stehen – und wie sie sicher vorankommen
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